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Wie Satellitenbilder đŸ›°ïž bei der Lead-Generierung helfen – Ein Interview mit Dr. Justin Heinermann und Dr. Hauke Held

„Kundenakquise mit algorithmischer Eleganz“: photono verbindet moderne Algorithmen der Datenanalyse und kĂŒnstlichen Intelligenz mit zahlreichen Datenquellen zu neuem Wissen.
Damit Sie wissen, wo Ihre Kundenansprache tatsĂ€chlich zu Leads fĂŒhrt.

Redaktion: Hallo Justin, hallo Hauke, erzÀhlt doch mal wie photono entstanden ist?

Justin: Ha, das ist eine gute Frage und die ausfĂŒhrliche Antwort wĂ€re fast so lang wie die Geschichte in „How I met your mother“. Denn tatsĂ€chlich ist es so, dass photono auf jahrelangen Erfahrungen und KnowHow aus verschiedenen Projekten und Initiativen im EWE DataLab und dem Energiewende-Großprojekt enera aufbaut. Die Idee zu photono ist also lange gereift und die Umsetzung enthĂ€lt viel Entwicklungsarbeit im Vorfeld.

Hauke: Als mir Justin im Herbst 2019 auf der Suche nach Mitstreitern seine Vision fĂŒr photono schilderte, war ich tatsĂ€chlich schnell begeistert von der Idee und der Herangehensweise, denn zum Einen ist die von KĂŒnstlicher Intelligenz gestĂŒtzte Informationsgewinnung aus Luftbildern technologisch spannend und wegweisend und in unserer Branche noch nicht sehr stark ausgeprĂ€gt. Zum Anderen haben wir in verschiedenen Projekten immer wieder den großen Schmerz erlebt, der im Bereich effizienter, passgenauer Kundenansprache besteht. Und ich glaube, dass wir hier mit unserer Lösung sehr gut unterstĂŒtzen können.

Justin: Angefangen sind wir dann tatsĂ€chlich sehr hemdsĂ€rmlig mit einem einfachen Plakat, mit dem wir im EWE Konzern nach internen Kunden gesucht haben und mit dem wir die Idee in der EWE Digital Factory zur Umsetzung pepitched haben. Seitdem hat sich natĂŒrlich einiges getan, aber der Kern des Wertversprechens an unsere Kunden ist immer noch der gleiche geblieben:

Das photono Wertversprechen

Redaktion: Bevor wir zum Kundennutzen kommen, was bedeutet denn Umsetzung in der EWE Digital Factory?

Justin: Die EWE Digital Factory gehört zum GeschÀftsfeld Innovation innerhalb der EWE und bietet uns nach dem erfolgreichen Pitch die Chance, photono wie ein Start-up zu entwickeln und auf den Markt auszurichten. Insbesondere erhalten wir so die notwendigen Ressourcen, um aus der Idee ein funktionierendes Produkt zu entwickeln. Wir gehören dabei gleichzeitig zum EWE Konzern, profitieren von dem hier vorhandenen Expertenwissen in den unterschiedlichsten Bereichen und setzen unsere Lösungen auch schon erfolgreich an verschiedenen Stellen im Konzern ein.

Redaktion: Das klingt nach einer spannenden Win-Win-Situation. Damit wÀren wir ja auch beim Thema: Welchen Nutzen bietet photono ihren Kunden?

Hauke: Mit photono unterstĂŒtzen wir unsere Kunden in den Bereichen Lead-Generierung, Produktplatzierung und perspektivisch auch Risikominierung. Bei der Lead-Generierung können wir zum Beispiel mit der photono-Lösung passgenaue Kundensegmentierungen durchfĂŒhren und dank des modularen Aufbaus bedarfsgerecht auch schnell und zielgerichtet potentielle Neukunden identifizieren. Das heißt wir senken mit dem Einsatz unserer Algorithmen auf der einen Seite die Customer Acquisition Costs oder optimieren auf der anderen Seite die Customer Lifetime Value, je nach Kundenanforderung.

Justin: Darauf aufbauend bieten wir unseren Kunden UnterstĂŒtzung bei der Produktplatzierung. Mit der photono Lösung ermöglichen wir gezielte Werbung die allen hilft: Der Werbende hat weniger Aufwand und der Beworbene erhĂ€lt optimalerweise nur das, was ihn auch wirklich interessiert. Ein weiterer Pluspunkt sind individuelle Angebote, z.B. in Richtung Gewerbetreibender. Hier kann bei bestimmten Produkten wie Photovoltaik fĂŒr große HallendĂ€cher beispielsweise im Vorfeld der Kundenansprache eine automatisierte AmortisationsschĂ€tzung erfolgen. Das ist ein echter Vorteil, weil man sich als Key Accounter einige Iterationen mit potentiellen Kunden spart und gleich mit dem besten Argument aufwarten kann: das es sich lohnt! Und natĂŒrlich berechnen wir fĂŒr unsere Kunden produktspezifisch auch AffinitĂ€tsscores, die den Akquise-Prozess deutlich effizienter machen.

Hauke: Der dritte Bereich, den wir gerade vorbereiten, ist die Risikominimierung. Hier wollen wir unsere KI-Algorithmen und -Analysen einsetzen, um Wirtschaftlichkeitsprognosen zu verbessern und damit auch Business Case Validierungen zu ermöglichen. Mit unseren Merkmalanalysen können wir zum Beispiel fĂŒr Kampagnen oder Produkte relativ einfach Business Case Hypothesen quantitativ validieren – und so das Risiko eines geschĂ€ftlichen Misserfolgs minimieren.

photono Merkmalanalyse basierend auf Luftbildauswertungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz.

Redaktion: Das klingt jetzt erstmal sehr hilfreich, aber auch umfassend. Welche Lösungen bietet photono seinen Kunden im Moment denn konkret an?

Justin: Wir bieten aktuell produktiv schon verschiedene Daten-Services an und profitieren an dieser Stelle von dem modularen Aufbau unserer Lösung. Die Daten-Services laufen erstmal unter dem Oberbegriff KI-gestĂŒtztes Geo-Marketing. Unsere Steckenpferde sind im Moment die VerknĂŒpfung der Module Branchenbuch 4.0, Photovoltaik-Datenbank und maßgeschneiderte Luftbild-Analyse in Kombination mit unseren Geo-Datenbanken. NatĂŒrlich kann man auch einzelne Module abrufen.

Hauke: Oder diese Module mit weiteren kombinieren, zum Beispiel dem Modul fĂŒr PV-PotentialflĂ€chen auf DĂ€chern, das wir gerade final testen. Und all diese Module mĂŒnden dann in AffinitĂ€tsanalysen fĂŒr unsere Kunden, die konkrete Business-Fragestellungen beantworten: z.B. bei welchen Gewerbekunden großflĂ€chige PV-Anlagen oder Batteriespeicher sinnvoll sein könnten, wo die AffinitĂ€t fĂŒr ElektromobilitĂ€t besonders hoch ist und viele mehr. Unser aktuelles Produktangebot findet man unter www.photono.io/#Angebot.

Redaktion: Könnt ihr einen kurzen Überblick geben, wie das technisch funktioniert?

Justin: Wie gesagt, Dreh- und Angelpunkt unserer Lösung ist die modulare photono-Architektur. Im Bereich Luftbildanalyse nutzen wir zudem modernste KI-Algorithmen, sogenannte Deep Neural Networks die mit generischem Bildmaterial angelernt wurden und denen wir dann fĂŒr unsere Analysen beibringen, die fĂŒr uns interessanten Merkmale und Attribute zu identifizieren. Da sind wir, kann ich glaube ich recht selbstbewusst sagen, mittlerweile richtig gut.

Hauke: ZusĂ€tzlich profitieren wir enorm von der großen IT-Expertise, insbesondere auch in Bezug auf Geodaten, im photono-Team und im EWE DataLab und weiterhin von dem kontinuierlichen Austausch mit den in Oldenburg ansĂ€ssigen Forschungsinstitutionen. So kriegen wir immer wieder neue Impulse fĂŒr unsere Lösung, deren Kerntechnologien ja noch sehr neu sind und sich auch sehr schnell weiterentwickeln.

Redaktion: Inwiefern unterscheidet sich photono von anderen Lösungen am Markt?

Justin: Die Idee, Satellitenbilder fĂŒr die Informationsgewinnung zu nutzen, ist tatsĂ€chlich nicht ganz neu. Erste Überlegungen dazu gab es z.B. schon 2007: https://newatlas.com/satellite-imagery-used-for-sales-lead-generation/8063/. Das ist aus meiner Sicht auch nicht weiter ĂŒberraschend, weil das Potential der eingesetzten Technologien sehr groß fĂŒr alle möglichen Branchen und AnwendungsfĂ€lle ist. Heute ist die Technik schon sehr viel weiter und wir nutzen bei photono tatsĂ€chlich cutting edge Algorithmen, um bei unseren Analysen eine sehr hohe QualitĂ€t zu erzielen.

Hauke: Ansonsten gibt es, soweit wir wissen, noch nicht so viele weitere Player, die einen Ă€hnlich starken Energie- und Telekommunikationsbranchen-Background haben wie wir. Und wir haben in den ersten Projekten bereits gezeigt, dass wir als photono-Team Kundenanforderungen individuell, schnell und sicher umsetzen können. Sicherheit, insbesondere auch mit Blick auf den Datenschutz, ist bei unserer Lösung natĂŒrlich auch ein ganz wesentlicher und wichtiger Aspekt, an dem wir dran sind.

Redaktion: Ok. Ihr seid ja noch ein sehr junges Projekt. Wie geht es denn nun weiter mit photono?

Justin: Im Moment sind wir sehr optimistisch. Wir haben mehrere Zielgruppen im Blick, fĂŒr die photono hilfreich sein könnte. Und wir haben in den letzten Wochen schon mehrere ermutigende GesprĂ€che mit potenziellen Interessen gefĂŒhrt. Wer sich angesprochen fĂŒhlt und Interesse hat, unser Minimum Viable Product in einer Live Demo zu begutachten, der kann sich gerne bei uns unter info@photono.io melden.

Hauke: Oder sich auf der Webseite fĂŒr eins der Webinare zu dem Thema anmelden, die wir regelmĂ€ĂŸig durchfĂŒhren: https://www.photono.io/web-seminar
Das nĂ€chste wird nach der Sommerpause Anfang September stattfinden und wir hoffen natĂŒrlich auf viele Interessierte, die wir von unserem Ansatz „Kundenakquise mit algorithmischer Eleganz“ ĂŒberzeugen möchten!

Redaktion: Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch!

Justin: Wir haben zu danken im Namen des ganzen photono-Teams!

 

photono Team - Justin Heinermann

Dr. Justin Heinermann – Founder & Data Science

photono Team - Hauke Held

Dr. Hauke Held – Data Science & Business Development

🌐   www.photono.io

✉   info@photono.io